Natur und Jagd

Bei allen Aktivitäten von Dr. Meidel erlosch die Liebe zur Natur niemals. So waren dem Sachwalter für Wirtschaft und Verkehr der Natur- und Waldschutz, sowie eine humane Jagd und möglichst naturnahe Wildbestände ein besonderes Anliegen. Wie sein Vater wirkten seine Großväter im Forstwesen von Unterfranken als Leiter von Forstämtern (Klingenberg und Lohr) und der Forstschule von Lohr, während der Vater von 1933 – 1960 das Forstamt Hundelshausen im Steigerwald leitete.

Erich Meidel, war seit 1943 Mitglied der Jägerschaft und war von 1968 bis 1989 Vorsitzender der BJV-Bezirksgruppe Unterfranken.

Seit dem Abschluss der Berufstätigkeit hat er sich vor allem mit der Entwicklung der wildlebenden großen Säugetiere nach der Eiszeit beschäftigt. In der Gesellschaft zur Jagd- und Wildforschung e.V. (GWJF) – Halle/Saale, wirkte er seit 2001 durch Vorträge und durch die Veröffentlichung von Fachbeiträgen mit. Seine letzte Arbeit über den Wildreichtum im europäischen Urwald nach der Eiszeit nach Funden ist in deren Jahresband GWJF 35 veröffentlicht.[1]

Übersichtlich hat er die Entwicklungsgeschichte des Schalenwildes und die Probleme im Wirtschaftswald der Öffentlichkeit in seinem 2001 bei Neumann, Melsungen erschienen Buch „Kein Platz für Hochwild“ vorgestellt.

Er war Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Lebensraum Rotwild, Bad Nauheim seit 2001,

Mitglied des Forums Lebendige Jagdkultur e.V., Mainz seit 2000,

Gründer und Betreuer des Freundeskreises Vorgeschichte Schweinfurt und Umgebung ab 2007,

und stand mit kompetenten Wissenschaftlern in Verbindung.

1960 Übernahme des vom Vater seit 1935 gepachteten Jagdreviers Hundelshausen-Altmannsdorf

1963 –1970 Vors. des Jagdschutzvereins Gerolzhofen

1971 – 1983            „            „            Schweinfurt

1968- 1989 Vors. der BJV-Bezirksgruppe Ufr. und Mitgl. des BJV Landesauschusses bis 2006.

Waldschutz:

Bis 1999 Vors. der Waldschutzgemeinschaft SW, in zwei Abschnitten 20 Jahre (SW T 14.5.99 S. L 9)

Besonderes Anliegen: Zusammenarbeit mit Organisationen für Wald-, Natur- und Vogelschutz.


 

Sein langjähriger Jagdkamerad, Toni Zembsch, hat einen bebilderten Rückblick auf die Jahre 2000-2018 erstellt und dankenswerterweise zur Publikation freigegeben: Rückblick.PDF

 


[1] Meidel, E. (2010): – Wildreichtum in der natürlichen Lebensgemeinschaft Wald – Fundplätze der Mittelsteinzeit in Europa. –  – GWF: Beiträge zur Jagd & Wildforschung, 35/ S. 103 – 147, Halle/Saale.