Buch: Kein Platz für Hochwild

Jägern obliegt es nicht nur, Wild zu erlegen. Sie sollen es – im nachhaltigen Einklang mit der Natur – auch  erhalten. Kaum ein anderes Jagdbuch liefert dafür bessere Argumente. So wird fundiert dargestellt, dass Wald nur mit Wild natürlich und stabil ist, dass in einer Umwelt mit natürlichem Raubwildbestand mehr pflanzenfressendes Wild lebt als in einer Landschaft mit menschlicher Besiedlung, und dass der geschlossene Wald der größte Feind des Wildes ist. 

Hier ist nationales und internationales Fachwissen kompakt präsentiert und sachverständig auf den deutschsprachigen Raum bezogen.

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Rezension in „unsere Jagd“, 2/2002, S. 57

Erich Meidel

Kein Platz für Hochwild

1. Auflage 2001, 347 Seiten, 75 schw. Weiß fotos und Fotoreproduktionen, 19 Zeichnungen, 19 Tabellen und Darstellungen

SBN 3-7888-0754-7

Verlag Neumann-Neudamm, Melsungenl

 

Mit dem Titel „Kein Platz für Hochwild“, hat der Autor unter dem Blickwinkel des Einflusses des Menschen auf die Existenz der Wildarten, deren Verbreitung und deren Populationsgrößen sowie deren Fortbestand oder auch Untergang, mit größter Gründlichkeit aufgearbeitet. Von der Sorge um die weitere Existenz unserer wiederkäuenden Wildarten getragen, stellt er in diesem Buch die Wechselbeziehungen von Umwelt, Wildtier und Mensch, sowohl in einem historischen Abriss als auch unter engstem Gegenwartsbezug vor und gliedert es in zwei große Abschnitte.

Der erste große Abschnitt ist der Historie gewidmet. Im zweiten Teil wendet sich der Autor der Gegenwart zu. Er begrenzt sich hierbei in sinnvoller Weise auf die Gegebenheiten und Bedingungen in Deutschland. Das Wechselverhältnis von Wald und Wild, insbesondere den darin vordergründig lebenden Cerviden, bildet den maßgeblichsten Bezugspunkt.

Einem roten Faden gleichend,  zieht sich die Position des Autors durch diesen Abschnitt, alles daran zu setzen, um die vorhandenen wiederkäuenden Wildarten, in sich  biologisch strukturiert zu erhalten, ihre  Lebensansprüche  (Schutz, Nahrung, Requisiten) zu sichern und sie nicht dem ausschließlichen Prinzip der Nützlichkeit zu unterwerfen.

Das Buch ist insgesamt ein in sich geschlossener Prolog für den Erhalt unserer wiederkäuenden Wildarten.

Gleichwenn diese oder jene Aussage Widerspruch herausfordert, was der Sache dienlich ist. Es ist ein „Lehrbuch für Anfänger und Fortgeschrittene“ gleichermaßen. Der Jägerschaft unseres Landes liefert es einen fundierten Wissensfundus in der Auseinandersetzung um die Zukunft der Jagd.

Prof. Dr..H.-J. Schwark

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